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Verein

Verstorbene Vorstandsmitglieder

In Erinnerung

Wir trauern um Rolf Stiening

In der Nacht vom 6. auf den 7. April 2017 verstarb Rolf Stiening, seit 10 Jahren Mitglied im Vorstand der Deutschen PSP-Gesellschaft. Noch immer geschockt trauern wir mit seiner Familie und seinen Freunden, mit seinen beiden syrischen Schützlingen und den anderen Vereinen und Initiativen, in denen er sich engagiert hat. Rolfs Tod reißt bei uns allen eine große Lücke.

Rolf Stiening kam zur PSP-Gesellschaft, als seine Frau an PSP erkrankte. PSP ist eine seltene Krankheit, ein sogenanntes atypisches Parkinson-Syndrom, gegen das es bis heute keine Therapie gibt. Damals kannte kaum ein Arzt oder Therapeut die PSP, und die PSP-Selbsthilfe steckte noch in den Kinderschuhen. Die Betroffenen bekamen kaum Unterstützung.

Rolf war kein Zuschauer. Wenn Engagement notwendig war, dann war er da. So kämpfte er mit seiner Frau gemeinsam gegen die PSP-Erkrankung an, baute die PSP-Selbsthilfe in seiner Region auf, informierte am PSP-Stand auf Messen und Kongressen und nutzte seine Presse-Kontakte, um andere Betroffene auf die PSP-Selbsthilfe aufmerksam zu machen. Er initiierte PSP-Selbsthilfegruppen in anderen Teilen Deutschlands und hatte die Vereinsfinanzen im Blick. Rolf hat vieles geprägt in der PSP-Gesellschaft, und das wird bleiben, auch wenn irgendwann jemand anders die Finanzen macht und zum SHG-Treffen nach Ganderkesee einlädt.

Rolf war ein Mensch mit großem Herzen und dem unbedingten Willen, die Welt besser zu machen. Wir sind dankbar, ihn gekannt zu haben und mit ihm gemeinsam an einer besseren Welt gebaut zu haben. Nun müssen wir ohne ihn weitermachen. Er wird fehlen und uns trotzdem weiter begleiten. Die deutsche PSP-Selbsthilfe gehört zu seinem Vermächtnis.

08.04.2017. Susanne Wagner / Grit Mallien, im Namen von Vorstand und Geschäftsstelle


Nachruf auf Wolfgang Götz

Wolfgang Götz ist am 6. Februar 2009 verstorben. Der Vorstand der PSP-Gesellschaft hat einen wunderbaren Mitstreiter verloren. Wolfgang war ein warmherziger und zielstrebiger Kumpan bei all unseren Vorhaben, er hatte immer mehrere große Projekte in Arbeit. Einige hat er nicht vollenden können.

Wolfgang Götz, 1942 geboren, machte eine Apothekerlehre, studierte Pharmazie und promovierte 1976 über ein Pharmazie-historisches Thema. Seit Mitte der 80er Jahre litt er an Morbus Parkinson, Mitte der 90er Jahre kamen Halswirbelsäulen-Operationen und Osteoporose hinzu.

Nachdem er 1997 verrentet worden war, arbeitete er intensiv in der Patienten-Selbsthilfe. 1997 wurde er 1. Vorsitzender der Deutschen Parkinson-Vereinigung. Mehr und mehr Menschen lernten den kleinen umtriebigen Mann kennen, der oft mit „Halskrause“ unterwegs war.

Wolfgang Götz unterstützte viele PSP- und Parkinson-Patienten mit seinem fundierten Wissen über medikamentöse Therapien. Er beriet regionale Selbsthilfegruppen und vermittelte Kontakte. Auch als Reiki-Meister half Wolfgang Götz vielen Menschen, die an Parkinson-Syndromen erkrankt waren. Mit seiner Internetplattform "Parkinson-World.com" trug er zum breiteren Verständnis neurodegenerativer Erkrankungen bei. 2008 bekam Wolfgang Götz für sein Wirken in der Patienten-Selbsthilfe das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Zur PSP-Gesellschaft kam Wolfgang 2007 - den Vorsitz der DPV hatte er abgegeben. Seine vielen Kontakte, seine Bekanntheit und seine Erfahrungen waren für uns ein Geschenk. Seine integrative Art machte die Zusammenarbeit angenehm. Wolfgang war unkonventionell im besten Sinne: Nachts um 12 konnte man bei ihm anrufen, unsere Diskussionen waren geradlinig, offen und von gegenseitiger Wertschätzung geprägt.

Wir werden versuchen, Wolfgangs PSP-Projekte in seinem Sinne fortzuführen. Seinen Kindern, Freundinnen, Freunden und Bekannten gilt unsere Anteilnahme.

Der Vorstand, Februar 2009