seroquel/quetiapin
#1
hallo an alle,

nachdem ich diesen text heute unter meinen beitrag vom 4.12. stellte, wiederhole ich den gleichen noch einmal durch dieen neuen eintrag:

hallo an alle,

heute gebe ich mir auf den eigenen beitrag selbst eine antwort :-) , aber mehr mit dem ansinnen, andere forumleser über den stand der dinge mal zu informieren.

vor genau zwei monaten kam mein P aus der reha-klinik zurück. dort hatte man erst das jahrelang verabreichte madopar abgesetzt. ihm dann amantadin gegeben, was aber zu unruhe, beweungsdrang selbst in den nächten usw führte.
also hat man das amantadin wieder abgesetzt, statt dessen 10 tage vor ende der kur SEROQUEL verabreicht.

die folgen beschrieb ich ja schon, ich war auch zu beginn relativ besorgt über das extreme schlafbedürfnis meines P.

heute muss ich als fazit recht viel positives berichten:
der tagesablauf meines P hat sich angemessen normalisiert. die früher teilweise vorhandenen agressionen physischer als auch verbaler art sind so gut wie weg.
die mahlzeiten werden regelmäßig eingenommen.
die inkontinenz in den nächten von stuhlgang gab es seit rückkehr überhaupt nicht mehr!
und was auch für mich das schönste ist: er hat seit monaten keinerlei schlafstörungen mehr, die nächtliche unruhe - kombiniert mit aufstehversuchen und stürzen - ist weg. man kann sagen, er geht am abend ins bett und schläft bis zum morgen sehr ruhig durch.
somit kann ich zumindest seit der zeit auch wieder in den nächten recht ruhig schlafen.

sicherlich wird jeder psp-patient anders auf diese medi reagieren, das schließe ich nicht aus. bei uns funktioniert es jedenfalls sehr gut und ich hoffe, dass es auch zum wohl meines P. lange so bleiben wird.

liebe grüße
perplexxer
Antworten
#2
Hallo Perplexxer

Wir freuen uns sehr, dass es Deiner Pflegeperson mit Seroquel so viel besser geht. Was sicherlich auch fuer Dich hilfreich ist.

Wir hatten ja schon mal im Dezember auf Deinen Beitrag reagiert

Seroquel ist meiner Meinung und Erfahrung nach ein hervorragendes Medikament, um Depression, Aengste und Schlaflosigkeit in den Griff zu bekommen. Es ist aber meiner Meinung nach ein Psychopharmaka, es ist nicht PSP spezifisch.

Wir haben es auch ein Jahr lang (2008)ausprobiert, weil B. schlecht schlief und sehr deprimiert war. Jetzt ist Brigitte seit 2 Monaten wieder auf Seroquel (eine halbe Tablette vor dem Schlafengehen), und seither emotional recht stabil und liegt auch ruhiger im Bett. Hat auch 2 kg zugenommen was mich irre freut.

Das Negative wie traege und langsamer sein hat sich auch gelegt.

Perplexxer, da Dein Pflegefall doch oft durchhing, scheint Seroquel fuer eine Weile mehr Seelenfrieden gebracht zu haben, chemisch sozusagen, aber ich finde das ok.

Welche Erfahrungen haben andere Forumsmitglieder mit Seroquel gemacht?

Alles Gute
Harald und Brigitte
Antworten
#3
hallo nach australien, hallo an alle,

ja harald, es ist schade, dass auf solche anfragen nach erfahrungen so wenige antworten kommen. letztlich lernen wir nur durch solchen austausch immer etwas hinzu.

interessant ist, die zwei IT-seiten des herstellers zu lesen. auf der deutschen site wird das wort phsyschopharmaka tunlichst vermieden, in D sind ja solche medikamente immer wieder mit vorurteilen belastet. während auf der amerikanischen site ziemlich klar von psyschopharmaka geschrieben steht. aber amerikaner, evtl. auch andere nationen, stehen dieser medizin wohl etwas offener gegenüber.

das mit der dauermüdigkeit welche zu beginn da war, hat sich ziemlich gelegt. mein pflegefall hatte haluzinationen, depressionen, in der klinik wurde noch neben psp eine demenz diagnostiziert. das jahrelang verabreichte madopar - ein parki und psp-medikament - wurde in der klinik abgesetzt, siehe mein beitrag.

wir warten nun sehnlichst auf die ersten sonnenstrahlen hier in deutschland, damit es wieder regelmäßig an die frische luft geht, stadtgänge und zoobesuche gemacht werden können um dem täglichen einerlei der wohnung zu entfliehen,

grüße nach australien, ihr sonnenverwöhnten:-D
perplexxer
Antworten
#4
Das hört sich ja tatsächlich sehr positiv an.
Liest man allerdings im Beipackzettel die Nebenwirkungen, bekommt man Angst.
Unser Neurologe hat das Medikament Venlafaxin , 37,5 mg , empfohlen. Hat jemand damit Erfahrung?
Gisela nimmt z.Z. nur von HEXAL Amantadin,100mg, 2x am Tag und 24 Tropfen Q10-Tropfen ein.
Neuerdings treten Schwierigkeiten beim Gehen (höchstens 5 Schritte (geführt) ein.
Schlimmeres kommt noch hinzu: Sie kann weder schlucken,(PG-Sonde)noch sprechen,linker Arm gelähmt, länger sitzen u.a.
Die Diagnose lautet "Verdacht auf PSP".
Das Ganze seit ca. 3 Jahren schleichend immer schwieriger und niemand kann helfen, da selbst Ärzten z.T.. die Krankheit völlig unbekannt ist.
Antworten
#5
Hallo Gisela,

schön, dass Du dieses Forum gefunden hast. In welchem Raum bist Du denn zuhause? Es gibt schon gute Parkinson Ambulanzen, die mit PSP gut umgehen können. Nur stationär sind es wirklich sehr wenige. Hier findest Du einige:

http://www.psp-information.de/psp_ambulanzen.php

Nach nur 3 Jahren nicht mehr sprechen, PEG etc. hört sich ja nach einem schnellen Verlauf an. Kannst Du denn noch selbst schreiben? Oder läßt Du schreiben.;-)

Alles Gute für Dich und viel Kraft

Gerlinde
Antworten
#6
Hallo Gisela,

ich denke ihr habt mit entsprechenden Untersuchungen auf jeden Fall die Möglichkeit, den Verdacht auf PSP zu bekräftigen bzw. ihn von anderen ähnlichen Krankheitsbildern abzugrenzen. Wenn ein Patient dann auf Medis anspricht (nicht alle tun das, leider..) könnt ihr womöglich auch noch ein wenig in Richtung Verbesserung der aktuellen Symptomatik denken.
Auch wenn es schwierig erscheint bei der Symptomatik, die Untersuchungen zu machen – es gibt Ärzte, die sich mit PSP auskennen. Nicht aufgeben!!
Lieben Gruß
Antworten


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